Keusch

Über die Keuschheit wird viel geschrieben, meine persönlichen Erfahrungen decken sich nur zum Teil mit den Berichten zahlreicher Keuschlinge. Ich weiß, das Nachfolgende klingt komisch und krass.
Ich erinnere mich an meinen ersten Orgasmus, er war unglaublich intensiv. Noch heute weiĂź ich, wo ich war, wie er ablief und an was ich gedacht habe.
Die Pubertät ist für Männer sehr schön, es benötigt nicht viel und wir haben eine Erektion – ständig hat man den eigenen Schwanz in der Hand.
Bei jedem Schuss werden Glückhormone, Dopamin ausgeschüttet. Über die Jahre verbindet das Gehirn Nervenbahnen: Selbstbefriedigung entspricht „Glück“ – vergleichbar mit einem Süchtigen. Ich bin geil, dann besorge ich es mir eben selbst. Ich benötige die Frau nicht. Manchmal hat man(n) Stress und weiß selbst nicht genau, warum man es getan hat.

Wir essen gesund, wir treiben Sport. Doch wenn es um die Manipulation unseres Gehirns durch visuelle Reize geht, dann halten wir das für normal. „Für die Prostatagesundheit“ argumentiert der chronisch wixende Mann.

Jede Autowerbung verkauft heute unterschwellig Sex, täglich ist der Bildschirm voller potenzieller Partner. Neue Sex-Partner werden dadurch beliebiger.
Ganz allgemein: welchen groĂźen Einfluss der Sex-Trieb auf unser Leben hat, sind wir uns nicht bewusst.

Wenn ich ĂĽbersext bin, dann schadet dies meiner Lust und Leidenschaft.
Im Internet gibt es eine große „NoFab“ Community. Männer, die nicht masturbieren. Diese berichten oft von erstaunlichen Effekten. Und wenn Guardiola seinen Spielern ein Sexverbot ausspricht, dann bestimmt nicht, weil er ihnen schaden möchte. Viele bekannte Boxer tun das auch.
Ich persönliche glaube, dass das sexsüchtige Gehirn auf Entzug besonders intensiv reagiert. Von Alkoholikern kennt man es auch, wenn diese keinen Stoff bekommen, dann reagiert das Gehirn besonders stark. Außerdem glaube ich, dass sich meine Biochemie verändert. Eigenschaften die Testosteron zugeschrieben werden, spüre ich auf Entzug.
Folgende positive Effekte stelle ich nach 5 Tagen Keuschheit fest:

1.Macht-geil
Ich bin deutlich geiler. Eine attraktive Frau nehme ich sofort wahr, schaue sie mehr als „Frau“ an. Feinsinnig, sensibel reagiere ich auf Erotik, die Schuhe, die passende Jacke, jedes Detail wird sofort aufgesaugt und gibt mir ein Stück Energie.

Sorry, ich weiß, das hört jetzt so an als wäre ich ein Esoterik-Freak. Doch so ist es. Das Gehirn nimmt jetzt alles mit, was es finden kann.

2. Sex-Rausch
Ich kann Sex haben, reduziert auf meinen Penis. Ich schwitze nicht, stöhne nicht, zittere nicht, keine Emotionen. Rein-Raus-Fertig.
Auf der anderen Seite gibt es den Sex, der meinen Körper anstrengt, bei dem mein Penis lediglich Mittel zum Zweck ist. Ich habe Sex mit meinem ganzen Körper. Es wird alles intensiver: das Küssen, Lutschen, F., Zittern. Alles.

3. Schwanz-gesteuert,
Wenn ich übersext bin, kommt es vor, dass ich mit einer attraktiven Frau rede und es ist tote Hose zwischen meinen Beinen. Auf Entzug nehme ich das Ding zwischen meinen Beinen wahr, es fühlt sich wie ein wichtiges Körperteil an. Die Begegnung Mann-Frau ist sexueller, ich stehe breitbeiniger, männlicher(gefühlt). Die Lust auf die Frau gibt Energie.

4. Scharfsinniger / Konzentrierter
Mir hatte mal jemand erzählt, dass durch Veränderung der Ernährung der Kopf nicht mehr so vernebelt gewesen sei. Den Effekt kenne ich, aber die Ursache ist bei mir eine andere.
Jeder kennt doch die Typen, die im Restaurant entweder auf das Handy oder die Frau am Nebentisch schaut, während Madame stumm vor ihm sitzt. Er macht eben das, was er auch im Internet kennt.

5. Schmerz-geil
Nach wenigen Tagen Enthaltsamkeit stellt sich ein leichter Schmerz in meinen Eiern ein. Immer wieder werde ich aus dem Alltag geholt und an meine Situation erinnert. Das ist schön. Der Orgasmus nach langer Enthaltsamkeit ist intensiv und laut. Das Abspritzen tut etwas weh, da festeres Sperma hinausgespritzt wird.

6. Kampfeslust / Aggressivität
Das hört sich nun wieder komisch an, doch es gibt die Lust auf den Kampf. Wenn zwei Männer ein Problem haben, gehst du dazwischen, willst den Fight.
Ich konnte auch schon nicht einschlafen, da meine Hand zuschlagen wollte. Ich wollte aufstehen und meine Energie am Boxsack auslassen. (ich weiß, hört sich bekloppt an, war aber so!)

Ich kann absolut nachvollziehen, warum in den USA so viel Männer Testosteron spritzen. Obwohl ich jung bin, habe ich bereits ein starkes Bewusstsein dafür, was es aus Männern macht.
Wie intensiv die beschriebenen Effekte auftreten, hängt sicher von der Veranlagung, dem Alter, dem Wechseln von viel „Sex“ zur Keuschheit ab.
Ich persönlich lege gelegentlich selbst Männer in die Kategorie „Der wixxt zu viel“ oder „Das ist ein guter Fi…r“ – rein aufgrund der Testosteronmerkmale. Frauen wählen für den guten ONS auch tendenziell Männer mit viel Testosteron, besonders an den fruchtbaren Tagen.
Erst vor ein paar Tagen habe ich einen passenden KG (Mancage 05 oder 06) gefunden. Die normalen Modelle sind definitiv nur für deutlich unterdurchschnittlich bestückte Männer gemacht. Den Mancage kann man gut unter Kleidung tragen, sofern es keine Skinny Jeans ist - natürlich subventioniert er. Er fühlt sich gut an, man spürt etwas Druck auf den Eiern, der Penis hat viel Platz und konkurriert nicht mit den Beinen.


Das Spiel mit dem Verschlossenen

Der Schwanz ist für den Mann mehr als das Ding zwischen den Beinen, ohne ihn befindet er sich in einer (Identitäts-) Krise. Wenn ich mit einer Frau ausgehe, dann bin ich auch als unterwürfiger Partner immer noch der Mann, man schaut automatisch welche Männer eine Gefahr sein könnten, wer sie mustert.
Wenn ein Mann von einer Frau verschlossen wird, dann erodiert dessen Männlichkeit und er weiß nicht so richtig wie er sich verhalten oder fühlen soll. Das ist so ein bisschen vergleichbar mit dem Gefühl direkt nach dem Abspritzen. Die eigene geistige Geilheit steht im Wiederspruch zum Körperlichen. Mit KG entsteht Distanz. Sexuelle Handlungen ohne eigene Stimulanz fühlen sich komisch an. Denn du bist unsicher, ob das was du tust richtig ist.

Selbst wenn die Dame nicht im Raum ist, wird der Sub in erotischen Situationen immer an ihre Macht erinnert. Er spĂĽrt ihre volle Dominanz.

Vielleicht geht man gemeinsam auf eine Sexparty, verschlossen wird er vor ihr zum Cuckold und muss anschauen wie seine Herrin gut befriedigt wird. Außer ein paar Lusttropfen wird bei ihm nichts passieren. So kann der Sub zeigen, dass das Statement „Deine Lust ist meine Lust“ keine Floskel ist. Ein komischer - manchmal leerer – Hundeblick mit glänzenden Augen: Das Bedürfnis sich vor sie zu werfen, die Eifersucht, die Lust, das Leid, Selbstzweifel. Ich habe keine Erfahrung, glaube aber, dass Keuschheit unheimlich intensiv werden kann.


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Subi
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